Aktuelles & Infos - Ratgeber-Hunde - Tierklinik Hutter

RATGEBER HUNDE

Mit unserem Ratgeber wollen wir Ihnen Antworten zu häufig gestellten Fragen speziell für Ihren Hund geben. Dieses Angebot wird laufend von uns erweitert.
Natürlich können Sie unser Team jederzeit auch telefonisch oder per e-mail kontaktieren.

Ratgeber-Hund

Kurztext wenn nötig:  Unterschieden werden Pflichtimpfungen und Zusatzimpfungen. Pflichtimpfungen sind Impfungen gegen Krankheiten gegen die alle Tiere einer Population zu jedem Zeitpunkt immunisiert sein sollten, um die gesamte Population (wie zum Beispiel Welpen, die noch zu jung für Impfungen sind) zu schützen. Dazu zählen wir beim Hund eine Impfung gegen Parvovirose, Hepatitis contagiosa canis, Staupe, Tollwut und Leptospirose. Zusatzimpfungen werden an die individuelle Gefahrensituation des Hundes angepasst, dazu zählen Impfungen gegen Parainfluenza, Bordetella bronchiseptica, Borreliose, Babesiose und Leishmaniose.  Lesen sie mehr......

Junghunde werden alle 3-4 Wochen geimpft, bis sie die 16.Lebenswoche überschritten haben und so mit einer ausreichenden eigenen Immunantwort zu rechnen ist. Anschließend wird die Grundimmunisierung mit der Wiederholungsimpfung nach einem Jahr, also meistens im 15.Lebensmonat, abgeschlossen. Im 2. Lebensjahr empfehlen wir eine Impftiterbestimmung und in Abhängigkeit davon eine Impfung der Parvovirose, der Staupe und der Hcc nur alle 3 Jahre. Die Leptospirose muss jährlich wiederholt werden. Beim Junghund wird zusätzlich mit Parainfluenza immunisiert, bei älteren Tieren empfehlen wir den nasalen Impfstoff gegen Parainfluenza und Bordetella bronchiseptica, sofern der Hund viel Kontakt zu fremden Hunden hat oder sich in Zuchten, auf Ausstellungen oder in Tierpensionen aufhält. Gerne informieren wir Sie auch über die Pros und Kontras einer Borreliose-, Babesiose- und  Leishmanienimpfung

Neu für Sie: Für Parvovirose, Hcc und Staupe empfehlen wir nach einer sorgfältigen Grundimmunisierung (dazu zählt auch die Nachimpfung nach einem Jahr) eine Impftiterkontrolle. Der Sinn der Impftiterkontrolle besteht darin, Hunde, die auf die Impfung mit einer ausreichenden Antikörperproduktion reagiert haben (welche abhängig von der Krankheit besser oder schlechter mit dem zu erwarteten Schutz korreliert), zu erkennen und das Impfintervall dann auf 3 Jahre zu erhöhen. Andererseits können so diejenigen Tiere erkannt werden, die eben nicht ausreichend geschützt sind und entsprechend nachgeimpft werden

Davon grenzen wir die Leptospiroseimpfung ab, welche in jedem Falle jährlich (am günstigsten Falle im Frühling), bei entsprechender Indikation sogar halbjährlich durchgeführt wird. Da wir aktuell auf einen neuen Impfstoff umgestellt haben, der ihrem Tier Schutz gegen 4 Serovare (anstatt der früher nur 2 Serovare) bietet, sollte auch bei älteren Hunden mit dem neuen Impfstoff grundimmunisiert werden. Das bedeutet die Leptospiroseimpfung 2 mal im Abstand von 3-4 Wochen durchzuführen und anschließend ein jährliches Intervall, bestenfalls im Frühling zu etablieren. Das ist insbesondere für die Hunde zu empfehlen, die im Sommer viel Kontakt mit stehenden Gewässern haben (Jagdhunde, Wasserratten, Hunde in Überschwemmungsgebieten, Hund mit Nagerkontakt, Hunde auf Reisen, Hunde in großen Gruppen), wo es zu einer Infektion kommen kann. Diese Maßnahme hat nichts mit Geldmacherei zu tun, wie vereinzelt behauptet wird, sondern soll ihrem Tier den bestmöglichen Schutz bieten. Denn auch unter optimalen Bedingungen wirkt kaum eine Impfung zu hundert Prozent gegen eine Infektion.

Auch für die Tollwutimpfung ist mit dem aktuellen Impfstoff nach erfolgter Grundimmunisierung eine Impfung alle 3 Jahre ausreichend. Dabei ist zu berücksichtigen, dass für manche Reisen zusätzlich ein Tollwuttiter nachgewiesen werden muss, der bei Einzeltieren eine häufigere Impfung erforderlich macht.

Die Sexualität des Hundes

Geschlechtsreif werden Hündinnen zu sehr unterschiedlichen Terminen. Kleine Rassen manchmal schon ab dem 5. Lebensmonat. Große, teilweise ursprüngliche Rassen – wie auch Wölfe – viel später, zwischen dem achten und vierzehnten Monat. Die Hündin wird dann in der Regel zweimal im Jahr läufig. Nur in dieser Zeit ist sie paarungsbereit. Die Läufigkeit dauert zwei bis drei Wochen; dabei wird die Hündin unruhig und aus der Scheide tritt blutiger Ausfluss aus. In der Vorbrunst, die etwa zehn Tage dauert, wehrt sie noch alle Rüden ab. Das ändert sich jedoch, wenn die Hochbrunst beginnt, die einen Blutungsnachlass mit sich bringt und die Paarungsbereitschaft einläutet. Nähert sich von nun an ein Freier in eindeutiger Situation, lässt sie sich beschnuppern und legt den Schwanz zur Seite. Der Rüde kann sie jetzt decken („Hängenbleiben“!)

Die Geschlechtsreife tritt beim Rüden ca. ab dem achten Monat ein. Im Gegensatz zur Hündin unterliegt seine Paarungsbereitschaft keinen bestimmten zeitlichen Beschränkungen. Ein Rüde, der eine läufige Hundedame riecht (Duftstoffe!), will seinen Trieb befriedigen. Er wird unruhig, wimmert, heult, läuft weg und verweigert manchmal sogar die Nahrung. Kommt es zur Paarung, können es bei kleinen Hunden bis zu fünf Welpen und bei großen Hunden bis zu zehn Welpen werden.

Zecken können dann für Ihren Hund gefährlich werden, wenn sie Krankheiten übertragen. Dazu zählen z.B.: Anaplasmen, Ehrlichien, Babesien, Hepatozoon und Borrelien.

Deshalb sollte ihr Tier während der Zeckensaison ununterbrochen einen Zeckenschutz erhalten. Dieser Schutz kann mit einer Tablette, Zeckenschutzbändern, Sprays oder so genannten Spot-on Präparaten gewährleistet werden, bzw. sollte bei Auslandsreisen auch durch eine Kombination verschiedener Präparate erzielt werden. Wichtig ist zu verstehen dass die umgangssprachlich als “Zeckenimpfung” bezeichnete Impfung gegen Borrelien alleine keinesfalls ausreicht um einen Schutz zu gewährleisten, da sie nur gegen eine einzige der vielen “Zeckenkrankheiten” schützt. Umgekehrt ist sogar ein lückenloserer Zeckenschutz wesentlich sinnvoller als eine alleinige Impfung gegen Borreliose

Dackel
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