Ultraschall & Herzultraschall

Die als Sonographie oder Ultraschall bezeichnete Untersuchung ermöglicht uns die Bauchorgane, Weichteile, sowie das Herz ohne Strahlungsbelastung für Tier und Untersucher beurteilen zu können. Besonderer Bedeutung kommt dabei der Ultraschalluntersuchung des Herzen zu, die unter anderem die Funktionalität der Herzklappen und des Herzmuskels evaluieren kann.

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Ohne dieses moderne bildgebende Untersuchungsgerät (unsere Klinik besitzt ein Ultraschallgerät der Firma General Electrics LOGIQ 500 Pro CFM, ein Farbdoppler für kardiologische und abdominale Untersuchungen inklusive Spectralfarb- und Perfusionsdoppler mit 3 Schallköpfen von 3,5- 10 MHz) ist die Diagnostik in Brust und Bauchraum nicht mehr vorstellbar.

Speziell im Bereich der Herzdiagnostik hat der Ultraschall eine große Bedeutung. Im Gegensatz zum Röntgen kann das Herz in der Bewegung inklusive aller innerer Strukturen (z.B. Herzklappen) dargestellt werden. Mit der zusätzlichen Dopplerechokardiographie kann der Blutstrom und darin auftretende Turbulenzen gemessen werden.

Dadurch können Pericarderguss, Herzklappenfehler, Einengungen (Aorten- Pulmonalstenosen) und Erweiterungen der zu- und ableitenden Gefäße, sowie Herzmuskelhypertrophien und –Dilatationen erkannt werden.

Auch angeborene Herzfehler (persistierender Ductus arteriosus, Ventrikelseptumdefekt, atrialer Septumdefekt) sind durch die Herzultraschalluntersuchung von geübten Ultraschallspezialisten beim Jungtier sofort erkennbar. Dementsprechend kann rechtzeitig durch geeignete Medikamente oder Operationen das Herz geschont bzw. die Leistung gestärkt werden.

Ebenso können alle Bauchorgane noch besser als durch die Röntgenuntersuchung dargestellt und untersucht werden. Die Untersuchung kann bei fast allen Tieren ohne Narkose durchgeführt werden, lediglich ein Scheren des Felles am Bauch ist notwendig. Auch sollten die Tiere idealerweise nüchtern zur Untersuchung kommen, da Gase im Darm ein erheblicher Störfaktor für die Untersuchung sind.

Zur Erweiterung der Diagnostik kann mittels Ultraschall punktgenau eine Feinnadel- oder Tru-cut Nadelbiopsie von inneren Organen (Leber, Milz , Lymphknoten, Magen, Darm, unklare abdominale und thorakale Massen) entnommen werden. Die dabei gewonnenen Gewebeproben werden anschließend zytologisch oder histologisch untersucht.

Weiters können nach Unfällen abnorme Flüssigkeitsansammlungen (z.b. Blut, Harn, Gallenflüssigkeit, Magen-Darminhalt) in Brust und Bauchraum nachgewiesen werden.

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